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Klaus Ludwig KERSTINGER - "Manege Leben"

 

Eröffnung:

Donnerstag, 20. April 2017, 19.00 Uhr
zur Kunst spricht: Barbara Wetzlmair (Leitung Galerie Schloss Parz)
Lesung 20.15 Uhr: Hamed Abboud (Syrien) aus seinem
Buch „Der Tod backt einen Geburtstagskuchen”

Künstlergespräch:

Donnerstag, 11. Mai 2017, 20.00 Uhr
mit Gerhard Bruckmüller und Klaus Ludwig Kerstinger

Ausstellung:

21. April 2017 bis 20. Mai 2017
Dienstag bis Freitag von 10-12 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

Kontakt:

mufuku@weibern.at
Gemeindeamt 4675 Weibern | Hauptstraße 5
+43 7732 2555 | +43 664 2149650

 
Zur Ausstellung

Manege Leben
Kerstingers Kunst ist eine Reaktion auf die schnelllebige, oft nicht fassbare Gegenwart - ein Kommentar auf unsere Zeit in der wir uns bewegen und leben.
Wie ein Forscher gräbt er im Unterbewussten des Heute und des Unmittelbaren.  Machtverhältnisse in der Gesellschaft, Banales und Flüchtiges, Ironie und Schicksale - Menschsein.
All dies ist eng in seinen Bilderwelten verbunden.
Verschachtelte Sujets greifen ineinander, gehen auf Konfrontation; Fragen werden aufgeworfen, Denkanstöße oder Irritationen werden herbeigerufen.

Das Thema Sprache - Verständigung, Identität und das Individuum Mensch spielen in seiner Kunstwelt eine wesentliche Rolle.

Persönliche Erfahrungen und Erlebnisse der prägenden Karenzzeit laden zu einer Zeitreise in die persönliche Lebenswelt - in den erlebten Alltag ein.
Arbeiten in Kooperation mit seinen beiden Töchtern entstehen:
Bestehende Motive werden neu interpretiert, neu “beschrieben“ - etwas Unerwartetes entsteht. Diese unverfälschte und spontane Herangehensweise der Kinder ohne Kalkül interessiert Kerstinger. Alltags, -Spielgegenstände erfahren zudem neue Zuweisungen; die Folge - ein sich herantasten an diese unbeschwerte, ehrliche Kreativität von Kindern – MANEGE LEBEN
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Zitat Klaus Ludwig Kerstinger:

"Über meine KUNST:
Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen und Erlebnisse der vormaligen einjährigen Karenzzeit. Diese intensive Zeit tritt vermehrt an die Oberfläche. Nach dem Showroom in der Karlsplatzpassage in Wien 2016, konsequent und bewusst präsentiert. Es folgt eine Zeitreise in die persönliche Lebenswelt- in den erlebten Alltag.

Das Thema Sprache - Verständigung, Identität und das Individuum Mensch spielen in meiner Kunstwelt eine wesentliche Rolle.
Anfangs noch unbewusst in den Zeichnungen und Objekten - zwischenmenschliche Beziehungen, Ängste, Bindungen - nun gebündelt und konzentriert.

Alltags, -Spielgegenstände der Kinder erfahren neue Zuweisungen und Lesemöglichkeiten. Es sind besondere Spielzeuge = Lieblingsspielzeug meiner Kids. Sie erzählen Geschichten - persönliche Geschichten  verbunden mit Erinnerungen.

Werke in Kooperation mit meinen Kids entstehen; Marie Therese (4 Jahre) und Constanze (2 Jahre) zeichnen auf bestimmten Leinwänden mit/ eine Art von Konzert/Gig/Jam Session ist die Folge - ein Zusammenspiel - die Sprache der Kinder vermischt sich mit meiner Formensprache - etwas Unerwartetes entsteht.  Ich greife nicht ein und lenke auch nicht - ist nicht immer leicht da man ja etwas zum Ausdruck bringen oder betonen möchte. Diese unverfälschte Herangehensweise ohne Kalkül interessiert mich sehr. Die Motive sind den Kindern quasi ausgeliefert und werden neu interpretiert oder neu “beschrieben“; neue Lesemöglichkeiten entstehen.
In meiner Ausstellung im Offenem Haus Oberwart (OHO 2016), ging ich sogar so weit und unternahm den Versuch einer Fälschung: Ich kopierte Kinderzeichnungen der beiden Mädchen - die A4 Zeichnungen von ihnen wurden auf 150x200cm aufgebläht; es entstand eine neue Dimension - ein sich herantasten an diese unbeschwerte, ehrliche und geradlinige Kreativität von Kindern.

In dieser Karenzzeit entstanden Bleistiftzeichnungen, geprägt von Perspektivenwechsel und Raumbrüchen - Kommentare auf unsere Zeit in der wir uns bewegen und leben. Die Bilder sind subtile Close-ups die Tiefenschärfe erzeugen und nicht bloß einfachen Zoom bedienen. Machtverhältnisse in der Gesellschaft, Banales und Flüchtiges, Ironie und Schicksale; das Individuum Mensch  - all dies ist eng in meinen Bilderwelten verbunden. Verschachtelte Sujets greifen ineinander, gehen auf Konfrontation - Fragen werden aufgeworfen, Denkanstöße oder Irritationen herbeigerufen. Verhaltensmuster, -Blick-Gehmuster - Macht- wer lenkt wen und wieso - Irritationen und Subtiles - Manege Leben.

Wie ein Forscher grabe ich im Unterbewussten des Heute und des Unmittelbaren."

 
   
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Flyer

 
 

 

 
 
 
 
Fotos: Kerstinger